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Prüfungen unter Aufsicht in der Hochschulbildung: Zwischen Integrität, Datenschutz und Vertrauen

Prüfungen unter Aufsicht, ob auf dem Campus oder online, tragen zur Wahrung der akademischen Integrität bei, indem die Prüfungsteilnehmenden während der Bewertung beaufsichtigt werden. Da Universitäten zunehmend auf flexibles digitales Prüfen setzen, lautet die entscheidende Frage nicht mehr, ob eine Beaufsichtigung stattfinden soll, sondern wie: auf eine Weise, die verhältnismäßig, datenschutzkonform und pädagogisch fundiert ist und im Einklang mit der DSGVO steht und der Studierende vertrauen können.

Proctored Prüfungen-8

WAS SIND PRÜFUNGEN UNTER AUFSICHT?

Eine beaufsichtigte Prüfung ist eine Evaluation, die von einer Prüfungsaufsicht (menschlich oder durch Software) überwacht wird, um Fehlverhalten wie Identitätsbetrug, die Verwendung nicht zugelassener Materialien oder Absprachen zu unterbinden und aufzudecken. Im digitalen Kontext kann dies Identitätsprüfungen, isolierte Prüfungsumgebungen und verschiedene Stufen des Aktivitätsmonitoring umfassen (z. B. zufällige Screenshots oder, sofern gerechtfertigt, Audio-/Videoaufnahmen).

In der Praxis wird typischerweise unterschieden zwischen:

TOUCH
Prozess-Optimierung Live-Aufsicht aus der Ferne
Live-Aufsicht aus der Ferne

Beaufsichtigung durch eine Aufsichtsperson in Echtzeit

 

TOUCH
Raise_student_630x500 Aufzeichnung und Prüfung
Aufzeichnung und Prüfung

Sitzungen werden zur nachträglichen Überprüfung aufgezeichnet

TOUCH
Authentizität_630x500 Automatisierte oder KI-gestützte Markierung
Automatisierte oder KI-gestützte Markierung

Hinweise auf Missstände, die von einer Aufsichtsperson priorisiert geprüft werden sollten


 

Diese Taxonomie findet sich in Branchenleitfäden und Dienstleistungsangeboten wieder und spiegelt sich in den europäischen Leitlinien wider.¹

WARUM NUTZEN UNIVERSITÄTEN BEAUFSICHTIGTE PRÜFUNGEN?

Universitäten nennen in der Regel drei Hauptgründe:

1
Lernergebnisse sind essenziell

Integrität und Fairness. Bewahrt die Gewissheit, dass Noten die individuellen Leistungen widerspiegeln.²

2
Flexibilität und Skalierbarkeit
Zur Unterstützung der Teilnahme von Fernstudierenden, Praktikanten und Studierenden mit eingeschränkter Mobilität.³
3
Operative Robustheit
Kontinuität bei Unterbrechungen und Übereinstimmung mit Online-Lernmodellen ⁴

Die europäische Rechtsprechung hat zudem klargestellt, dass die Online-Prüfungsaufsicht rechtmäßig ist, sofern sie für den Bewertungszweck notwendig und verhältnismäßig ist und wenn weniger eingreifende Alternativen für den konkreten Fall nicht in Frage kommen – in Verbindung mit einer Datenschutz-Folgenabschätzung (DPIA) und Transparenz.⁵ ⁶

DIGITALE ANSÄTZE, DIE PRÜFUNGEN UNTER AUFSICHT ERMÖGLICHEN

Lockdown-Browser

Schränken Sie lokale Computerfunktionen und den Zugriff auf externe Ressourcen ein; es gibt Hinweise darauf, dass dies die Möglichkeiten für spontanes Schummeln verringert, wobei jedoch die Sorgen der Studierenden und die Barrierefreiheit berücksichtigt werden müssen.⁷ ⁸

Live-Aufsicht aus der Ferne

Menschliche Aufsicht über Webcam/Bildschirmfreigabe; wirksam in Prüfungen von hoher Relevanz, jedoch relativ invasiv und ressourcenintensiv.³.         

Aufzeichnung und nachträgliche Sichtung

Zeichnen Sie Sitzungen zur späteren Überprüfung auf; besser skalierbar bei begrenzter Kapazität an Prüfungsaufsichtspersonal.                  

 

Automatisierte/KI-gestützte Markierung

Identitätsprüfungen (Gesichtsabgleich/Bewegungssensorik), Audio-Trigger, einfache Anomalien im Verhalten erkennen, erfordert stets eine menschliche Beurteilung, um falsch-positive Ergebnisse und Verzerrungen zu vermeiden.⁹

VORTEILE UND NACHTEILE

Mögliche Vorteile
  • Gewährleistet Fairness in dezentralen Umgebungen und beugt Fehlverhalten vor; reduziert den logistischen Aufwand in großen Hörsälen.¹⁰
  • Ermöglicht bei guter Konzeption eine flexible Terminplanung und die Durchführung nach dem BYOD-Prinzip.⁹ ¹¹


Häufige Nachteile und Risiken
  • Datenschutz und Datensicherheit. Webcam-/Audio-/Bildschirmaufnahmen, biometrische Daten und Verhaltensanalysen betreffen Daten besonderer Kategorien sowie die häusliche Umgebung; strenge Zweckbindung, Minimierung und Aufbewahrungsfristen sind unerlässlich.¹² ¹³
  • Prüfungserlebnis und Chancengleichheit. Dokumentierte Ängste aufgrund von Überwachung, unterschiedlicher Gerätequalität und Lernumgebungen sowie Überlegungen zur Barrierefreiheit.¹⁴ ¹⁵
  • Voreingenommenheit/falsch-positive Ergebnisse. Automatisierte Warnhinweise können Verhaltensweisen aufgrund von körperlichen Beeinträchtigungen oder kulturellen Normen falsch interpretieren; die Einbindung menschlichen Aufsichtspersonals bleibt entscheidend.⁹ ¹⁶


Ethische Leitlinien betonen Transparenz, die Beteiligung der Studierenden an der Mitgestaltung von Richtlinien sowie die Bevorzugung von Maßnahmen mit möglichst geringem Eingriff in die Privatsphäre, die dennoch zielführend sind.¹⁷

ARTEN VON PRÜFUNGEN UNTER AUFSICHT (MIT BEISPIELEN)

Kontrollierte Prüfungen auf dem Campus Die traditionelle Saalprüfung; kann digitale Tests in hochschuleigenen PC-Laboren beinhalten.
Live-Aufsicht aus der Ferne Synchrone Webcam-/Bildschirmüberwachung mit einer anfänglichen ID-Prüfung
Aufzeichnung und Prüfung  Asynchrone Erfassung, spätere menschliche Sichtung von markierten Segmenten.
Hybride "leichte Aufsicht" Angemessene, minimal invasive Hinweise (z.B. randomisierte Screenshots von Geräten, begrenzte Identitätskontrollen) sowie ein starkes Prüfungsdesign (Randomisierung von Aufgaben, Zulassung von Hilfsmitteln, wo dies angebracht ist) und klare Ablaufpläne für Zwischenfälle.

PRIVACY-FIRST & MINIMALINVASIVE AUFSICHT

Ein „Soft-Proctoring“-Aufsichtsansatz zielt darauf ab, die Überwachung und Datenerhebung zu minimieren und gleichzeitig vertretbare Integritätskontrollen und Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten. In der Praxis bedeutet dies:
  • Denken Sie mit Integrität schon im Prüfungsdesign mit (realitätsnahe Aufgaben, Aufgabendatenbanken, Randomisierung, klare Regeln).
  • Fügen Sie Umgebungskontrollen (z. B. Lockdown Browser) nur dort hinzu, wo Bedingungen ohne Hilfsmittel aus pädagogischen Gründen erforderlich sind.
  • Verwenden Sie gezielte Datenerhebung (z. B. Screenshots von Geräten, unaufdringliche Identitätsprüfungen) nur bei Bedarf – mit menschlicher Überprüfung, kurzer Speicherdauer und transparenten Hinweisen für Studierende.
  • Führen Sie bei Funktionen mit höherem Risiko stets eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DPIA) durch und veröffentlichen Sie eine für Studierende bestimmte Zusammenfassung.

Die Aufsichtsbehörden betonen wiederholt die Relevanz von Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit, insbesondere wenn es um biometrische Daten geht.¹² ⁶ ⁹

 

IN WISEflow: LOCKDOWN BROWSER & LEICHTES MONITORING NUR WENN NÖTIG

WISEflow ist eine End-to-End Plattform für digitales Prüfen, die europaweit weit verbreitet ist. Sie unterstützt die Durchführung von Prüfungen vor Ort und aus der Ferne mit rollenbasierten Arbeitsabläufen für die Erstellung, Aufsicht und Bewertung – auch im großem Maßstab – und stellt dabei den Datenschutz in den Mittelpunkt (Datenminimierung, Transparenz, Nachvollziehbarkeit).

 

FLOWlock: SICHERE UMGEBUNG FÜR PRÜFUNGEN OHNE HILFSMITTEL

FLOWlock ermöglicht sichere Prüfungen ohne Hilfsmittel auf den eigenen Geräten der Studierenden (BYOD). Die Studierenden arbeiten im Editor von WISEflow; die Einrichtungen können bestimmte für das Fachgebiet erforderliche Tools und Webressourcen auf eine Whitelist setzen und gleichzeitig den Wechsel zwischen Anwendungen sowie den Zugriff auf den Desktop deaktivieren. Dies schützt die Prüfungsumgebung, ohne dass eine ständige Videoüberwachung erforderlich ist.

OPTIONALE INTEGRITÄTSSIGNALE, DIE SIE IN FLOWlock PRÜFEN KÖNNEN (WENN NÖTIG)

Randomisierter Gesichtsabgleich (optional)
  • Nimmt während der Prüfung in regelmäßigen Abständen ein Standbild über die Webcam auf und vergleicht es mit dem Originalbild, um der Prüfungsaufsicht einen Identitätsabgleichswert zu liefern.


  • Es gibt keinen kontinuierlichen Videostream; der Zweck beschränkt sich auf die Identitätsprüfung.


  • Da hierbei biometrische Daten zum Einsatz kommen, sollten Bildungseinrichtungen den WISEflow-Anhang zur Datenschutz-Folgenabschätzung (DPIA) für Gesichts- und Audioerkennung ausfüllen, konservative Aufbewahrungsfristen festlegen und bei Fällen mit niedrigen Punktzahlen eine manuelle Überprüfung vornehmen.
Stimmerkennung & Transkription (optional)
  • Zeichnet Umgebungsgeräusche auf und liefert ein Live-Transkript; kann mehrere Stimmen identifizieren (mögliche Absprachen).


  • Konzipiert als „leichtes Monitoring“ – mit Fokus auf verbaler Aktivität statt auf vollständiger Umgebungsüberwachung – mit kurzer, richtlinienkonformer Speicherdauer und eingeschränktem Zugriff.

Diese Optionen werden den Prüfungsaufsichtspersonen im „Teilnahme Monitor“ von WISEflow zur Überprüfung während der Prüfung oder zur Sichtung nach der Prüfung angezeigt. Beide Funktionen sind pro Prüfung konfigurierbar und sollten nur aktiviert werden, wenn der Verantwortliche die Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit nachweisen kann (z. B. bei Prüfungen von großer Bedeutung, bei Fernprüfungen ohne Hilfsmittel, bei denen das Risiko von Identitätsbetrug oder Absprachen erheblich erhöht ist).

 


Hinweis zur Governance: Nutzen Sie den DPIA-Anhang zu Gesichts- und Audioaufnahmen, aktualisieren Sie die Hinweise für Studierende und beziehen Sie bei allen Entscheidungen weiterhin Menschen mit ein.

 


Die optionalen Gesichts- und Audiofunktionen sind aussagekräftige Hinweise. Sie sollten nur dann aktiviert werden, wenn eine dokumentierte Datenschutz-Folgenabschätzung (DPIA) und entsprechende Richtlinien belegen, dass das damit verbundene zusätzliche Risiko durch die Anforderungen der Bewertung gerechtfertigt ist, und wenn Alternativen den Zweck nicht mit gleicher Wirksamkeit erfüllen würden.

 

WISEflow DEVICE MONITOR (MONITORING BEI PRÜFUNGEN MIT HILFSMITTELN)

Für Prüfungssituationen mit Hilfsmitteln oder eingeschränkten Hilfsmitteln, in denen eine vollständig isolierte Umgebung nicht angemessen ist, kann der Device Monitor während des Prüfungszeitraums zufällige Screenshots und grundlegende Prozessinformationen vom Gerät des Teilnehmenden erfassen. Standardmäßig können die Teilnehmenden ihre eigenen Screenshots nach der Einreichung einsehen, was Transparenz und Fairness fördert. Dies ist eine deutlich weniger einschneidende Alternative zur kontinuierlichen audiovisuellen Aufzeichnung und wird am besten in Verbindung mit klaren Richtlinien zu den zugelassenen Ressourcen eingesetzt.

PRAKTISCHE EMPFEHLUNGEN FÜR HOCHSCHULEN

1
Nutzen Sie das Prüfungsdesign

Nutzen Sie Fragenkataloge, Randomisierung, und realitätsnahe Aufgaben und geben Sie klare Regeln dazu, was erlaubt ist; behalten Sie Prüfungen ohne Hilfsmittel für die Evaluation entscheidender Lernergebnisse vor.

2
Ein mehrstufiges Integritätsmodell einführen
Passen Sie die Aufsichtsmaßnahmen an die Wichtigkeit und das Risiko an: vor Ort und unter Aufsicht → Lockdown Browser (FLOWlock) → leichtes Monitoring (Bildschirmaufnahmen, optionale Biometrie/Audio) → nur in Ausnahmefällen: Live-Aufsicht aus der Ferne.
3
DPIA durchführen und für Studierende zusammenfassen
Erläutern Sie, was erfasst wird, warum, wer darauf zugreifen kann, Aufbewahrungsfristen und Widerspruchsmöglichkeiten; bieten Sie gegebenenfalls Übungssitzungen und angemessene Alternativen an.
4
Human-in-the-Loop
Verwenden Sie automatische Hinweise, um die Prüfungsaufsicht zu priorisieren; verlassen Sie sich auf geschultes Personal, um den Kontext, die Anforderungen an die Barrierefreiheit und kulturelle Aspekte zu interpretieren; eskalieren Sie den Fall nur, wenn sich die Beweise sich verstärken.
5
Leichtes Monitoring bevorzugen
Beginnen Sie mit dem Lockdown Browser und/oder dem Device Monitor. Aktivieren Sie den Gesichtsabgleich oder die Audioüberwachung nur, wenn dies gerechtfertigt und zeitlich begrenzt ist.

FAZIT: INTEGRITÄT MIT EINSCHRÄNKUNGEN

Für Hochschulen, die Fairness in großem Maßstab ohne übermäßige Überwachung anstreben, bietet FLOWlock von WISEflow eine strenge Kontrolle der Prüfungsumgebung, und seine optionalen Integritätshinweise – randomisierter Gesichtsabgleich sowie Stimmerkennung und -transkription – können bei tatsächlichem Bedarf eine angemessene Sicherheit bieten. In Kombination mit einem guten Prüfungsdesign, transparenten Hinweisen und einer Überprüfung durch menschliches Aufsichtspersonal stärkt dieses Modell Vertrauen und Standards und minimiert gleichzeitig unnötige Datenerfassung.

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Was ist eine Prüfung unter Aufsicht?

Eine beaufsichtigte Prüfung ist eine Evaluation, die von einer Prüfungsaufsicht – sei es eine Person oder eine Software – überwacht wird, um Fehlverhalten wie Identitätsbetrug, die Verwendung nicht zugelassener Materialien oder Absprachen zu verhindern und aufzudecken. In digitalen Umgebungen kann dies Identitätsprüfungen, isolierte Prüfungsumgebungen, zufällige Screenshots und in begründeten Fällen eingeschränkte Audio- oder Videosignale umfassen.

Warum nutzen Universitäten beaufsichtigte Prüfungen?

Bildungseinrichtungen setzen eine Prüfungsaufsicht in der Regel ein, um Fairness zu gewährleisten, flexible und ferngesteuerte Lehrangebote zu ermöglichen und die operative Resilienz zu sichern. Die Prüfungsaufsicht trägt dazu bei, dass Noten die individuellen Leistungen widerspiegeln, unterstützt Fernstudierende und gewährleistet Kontinuität bei Störungen oder bei vollständig onlinebasierten Lernmodellen.

Ist die Online-Aufsicht nach DSGVO rechtmäßig?

Ja. Wenn dies notwendig und verhältnismäßig ist und nur dann eingesetzt wird, wenn weniger invasive Alternativen das Bewertungsziel nicht erfüllen können. Eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DPIA), Transparenz, begrenzte Speicherdauer und klare Zweckangaben sind unerlässlich, insbesondere wenn es um biometrische Daten geht.

Welche Arten von Prüfungsaufsicht gibt es?

Zu den gängigen Modellen gehören:

  • Live-Aufsicht aus der Ferne: Menschliche Überwachung per Webcam- und Bildschirmfreigabe.
  • Aufzeichnung und Prüfung: Die Sitzung wird zur späteren Auswertung aufgezeichnet.
  • Automatisierte/KI-gestützte Markierung: Auffällige Identitäts- oder Verhaltenssignale werden zur menschlichen Überprüfung markiert.
  • Lockdown-Browser: Einschränkung der Gerätefunktionen, um die Bedingungen für eine Prüfung ohne Hilfsmittel zu ermöglichen.
Was sind die größten Vorteile von beaufsichtigten Prüfungen?

Die Prüfungsaufsicht trägt dazu bei, die akademische Integrität in verschiedenen Umgebungen zu wahren, verringert den Bedarf an großen Prüfungssälen und ermöglicht eine flexible Terminplanung sowie die Durchführung nach dem BYOD-Prinzip. Bei angemessener Anwendung stärkt sie das Vertrauen in die Prüfungsergebnisse.

Wie unterstützt WISEflow die Prüfungsaufsicht?

WISEflow bietet eine datenschutzorientierte, skalierbare Prüfungsumgebung mit rollenbasierten Arbeitsabläufen. Die Lösung unterstützt die Durchführung vor Ort und aus der Ferne, integriert sichere Lockdown-Prüfungen (FLOWlock), bietet bei Bedarf optionale Integritätshinweise und gewährleistet Nachvollziehbarkeit, Transparenz sowie Datenminimierung im Einklang mit der DSGVO.

Welche optionalen Integritätsmerkmale können in WISEflow überprüft werden?

Zwei optionale Überprüfungen können Prüfungen von größerer Bedeutung oder mit erhöhtem Risiko unterstützen:

  • Zufälliger Gesichtsabgleich: Regelmäßige Standbilder werden mit einem Originalbild verglichen, um die Identität sicherzustellen.
  • Stimmerkennung und -transkription: Leichte Audioüberwachung, die die Erkennung mehrerer Stimmen meldet.

Beide erfordern eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DPIA), eine zurückhaltende Speicherung, transparente Hinweise und eine menschliche Überprüfung. Sie sollten nur dann aktiviert werden, wenn dies verhältnismäßig und gerechtfertigt ist.

Möchten Sie mehr über WISEflow erfahren?

Wenn Sie erfahren möchten, wie die Flow-Typen, Bewertungsschemas und Integritätswerkzeuge von WISEflow sowohl die formative als auch die summative Bewertung in Ihren Studiengängen unterstützen können, stehen wir Ihnen gerne für ein Gespräch zur Verfügung und führen Sie durch das System.

AUSGEWÄHLTE QUELLEN & WEITERFÜHRENDE LITERATUR

Aufsichtsbehörden & Rechtsprechung Niederländische Datenschutzbehörde (Autoriteit Persoonsgegevens): Online-Prüfungsaufsicht – Anforderungen und Leitlinien zur Datenschutz-Folgenabschätzung (einschließlich Zusammenfassung des Urteils aus Amsterdam). https://www.autoriteitpersoonsgegevens.nl/en/themes/education/digital–distance–education/online–proctoring ⁵ ⁶ ¹³
Berufungsgericht Amsterdam (UvA/Proctorio): Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit im spezifischen COVID-19-Kontext geklärt. https://gdprhub.eu/index.php?title=Gerechtshof_Amsterdam_–_200.280.852/01
EDPS TechSonar: Automatisierte Prüfungsaufsicht – Funktionen, Risiken und menschliche Kontrolle. https://www.edps.europa.eu/data–protection/technology–monitoring/techsonar/automated–proctoring_en
Forschungsartikel & Kommentare Han, Nikou & Ayele (2023): Digitale Prüfungsaufsicht im Hochschulbereich – eine systematische Übersicht. Emerald Insight (Open Access). https://www.emerald.com/insight/content/doi/10.1108/IJEM–12–2022–0522/full/html
Mutimukwe et al. (2025): Datenschutz in Online-Prüfungsüberwachungssystemen im Hochschulbereich (Wahrnehmung der Interessengruppen). Springer (Open-Access-PDF). https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s12528–025–09461–5.pdf
Lee et al. (2023): Chancen und Risiken der KI-gestützten Fernüberwachung – Überlegungen zu Gerechtigkeit und Ängsten. https://www.erudit.org/en/journals/cmej/2023–v14–n2–cmej07995/1099350ar.pdf
Balash et al. (2021): Die Wahrnehmung von Datenschutz und Sicherheit bei Online-Prüfungsaufsichtsdiensten durch Studierende. https://arxiv.org/pdf/2106.05917
Ressourcen aus Branche & Praxis British Council: Überblick über Live-, Aufzeichnungs- und Nachbetrachtungs- sowie automatisierte Modelle. https://globalexamsservices.britishcouncil.org/assessment–services/online–proctoring
Jisc (Ressourcen zu Bewertung und Ethik, EMA-Leitfaden): https://www.jisc.ac.uk/guides
WISEflow's Datenschutzansatz (bei Interesse an den Governance-Details)

Verantworter-Auftragsverarbeiter-Modell (Hochschule als Verantwortlicher; UNIwise als Auftragsverarbeiter).


Eingebettete DSGVO-Grundsätze (Rechtmäßigkeit, Zweckbindung, Datenminimierung, Speicherbegrenzung, Integrität/Vertraulichkeit, Rechenschaftspflicht).


Funktionsspezifische Datenschutz-Folgenabschätzungen verfügbar (z. B. Device Monitor, Anhang zu Gesichts- und Audioaufnahmen).


Kurze, richtlinienkonforme Standardeinstellungen für die Aufbewahrungsdauer; rollenbasierter Zugriff; Prüfpfade; von Grund auf durchdachte Transparenz für Studierende.
Fußnoten ¹ British Council; Leitfäden für den Sektor zu Live-, Aufzeichnungs- und automatisierten Modellen.
² Han et al., 2023.
³ Überblick des British Council.
⁴ Lee et al., 2023.
⁵ Bezirksgericht Amsterdam (2020).
⁶ Berufungsgericht Amsterdam (2021); Zusammenfassung der niederländischen Datenschutzbehörde.
⁷ Mohammed & Ali, 2022 (Wirksamkeit von Lockdowns).
⁸ Leitlinien von Hochschulen zu Angstzuständen/Barrierefreiheit (verschiedene; siehe Balash et al., 2021).
⁹ EDPS TechSonar; Lee et al., 2023.
¹⁰ Han et al., 2023.
¹¹ EDPS TechSonar.
¹² JIPITEC, 2023; EDPS TechSonar.
¹³ Leitlinien der niederländischen Datenschutzbehörde zu DPIA und Verhältnismäßigkeit.
¹⁴ Ruzgar & Chua–Chow, 2023.
¹⁵ Balash et al., 2021.
¹⁶ EDPS TechSonar (Verzerrung/Falsch-Positive).
¹⁷ Leitlinien zu Ethik und Praxis (z. B. eLearningIndustry 2024; Jisc-Communities).