Eine häufig anzutreffende Auffassung ist, dass EMA (Electronic Management of Assessment) weitgehend mit einem Studentenverwaltungssystem (SAS) vergleichbar sei. Und wir verstehen diese Assoziation. Sobald jemand im Bildungskontext das Wort „Management“ erwähnt, denkt man zuerst an ein SAS – einen Ort, an dem Bildungsdaten erfasst, dokumentiert und verwaltet werden. Häufig wird die Verwaltung von EMA zudem in das bestehende Studentenverwaltungssystem der Bildungseinrichtung integriert, was dieses Missverständnis noch verstärkt.
Darum geht es bei EMA jedoch nicht. Beide Systeme verwalten wichtige Funktionen für Bildungseinrichtungen, doch unterscheiden sich diese Funktionen erheblich. Während ein SAS Informationen über Studierende speichert und leicht zugänglich macht, ist EMA am Prozess der Erstellung von Informationen im Zusammenhang mit Prüfungen und Leistungsbewertungen beteiligt und unterstützt diesen.
WISEflow – und EMA im Allgemeinen – ist im akademischen Umfeld und unter den Studierenden verwurzelt. Es handelt sich nicht um ein System, das allein der Studierendenverwaltung dient, sondern um ein System für die Studierenden, die Lehrenden und auch die Prüfer. Bei EMA ist es wichtig, wie diese verschiedenen akademischen Gruppen arbeiten, da sich dies im System widerspiegelt. Ein SAS hingegen ist so konzipiert, dass die Studierendenverwaltung als primäre Nutzergruppe im Vordergrund steht. Da EMA ein akademisches System ist, ist es auch an den Überprüfungs- und Qualitätssicherungsprozessen beteiligt, die im akademischen Umfeld stattfinden – nicht im Umfeld der Studierendenverwaltung.