In Gesprächen über Leistungsbewertung werden Rubriken oft als etwas Nebensächliches behandelt. Als pädagogisches Zusatzelement. Als Dokument, das man beifügt, weil man es eben tun soll. Bei UNIwise könnte es manchmal so aussehen, als würden Rubriken ein geheimes Eigenleben führen. In der Praxis ist eine gut gestaltete Rubrik jedoch einer der wirkungsvollsten Qualitätsmechanismen, die eine Einrichtung einführen kann, und sie sollte stärker genutzt und gewürdigt werden. Nicht, weil sie ordentlich aussieht. Sondern weil sie die Bewertung fairer, konsistenter, in großem Maßstab einfacher durchführbar und leichter zu rechtfertigen macht.
In einer Zeit, in der die Bewertung unter Druck steht – durch größere Jahrgänge, mehrere Korrektoren, strengere Anforderungen an die Bearbeitungszeit und eine zunehmende Kontrolle von Benotungsentscheidungen –, leisten Rubriken still und leise Arbeit, die keine technologische Funktion ersetzen kann.